Helft alle mit! Crowdfundingaktion zur Rettung von Der Perser und die Schwedin!
Rettet die Schwedin
"DER PERSER UND DIE SCHWEDIN ist mehr als nur ein Film: Er ist ein Mysterium ersten Ranges. Ein rätselhaftes, absolut einzigartiges, heute nahezu unerklärliches Werk voller Wunder und verschrobener Schönheit. Ein kultisches Artefakt einer längst vergangenen Epoche, das für immer in Vergessenheit zu geraten droht. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN muss erhalten bleiben, um die Menschen auch weiterhin zu berühren und zu verzaubern. Und ihr könnt daran teilhaben."
(Oliver Nöding)

Rettet die Schwedin

DVD-Version

  DVD

8.750,- € / 8.750,- € - (Zuletzt aktualisiert am 01.02.2016 - 00:01)







[2016-07-21] Es ist geschafft!


Die letzten Infos zum Stand der Veröffentlichung liegen einige Zeit zurück und viele haben bereits gespannt nach einem finalen Veröffentlichungstermin gefragt. Daher freuen wir uns heute, endlich ein umfassendes Statusupdate inkl. konkreten Versandtermins liefern zu können.

In den letzten Wochen hat sich viel getan und es gibt gleich mehrere positive Neuigkeiten.

#1 Wie im letzten Updatevideo schon angeschnitten, hat sich im letzten Moment unverhofft die Möglichkeit ergeben, "Der Perser und die Schwedin" doch noch auf Blu-ray zu veröffentlichen, worüber wir sehr glücklich sind!
Für alle Unterstützer im Rahmen der Crowdfundingkampagne gilt natürlich, dass ihr selbstverständlich automatisch eine Combo mit DVD und Blu-ray erhaltet!

#2 Wie im Update vom 18. April angekündigt, haben wir inzwischen unter anderem an der Rekonstruktion der originalen Schnittfassung gearbeitet. Bis zum letzten Newsupdate wurde so eine stumme Bonusfassung erarbeitet, die ein Gefühl vermitteln sollte, wie der Film in etwa ursprünglich ausgesehen haben könnte. Zwischenzeitlich entdeckten wir noch ein Dialogbuch, das augenscheinlich eine Rohübersetzung des englischen Originaldialogs darstellt. Auf dieser Grundlage wurde die gesamte Fassung noch einmal überarbeitet, um sich dank der neuen Informationen noch stärker an den Originalfilm anzunähern. Zudem wurden die Dialoge als Untertitel angelegt, so dass die Fassung für sich stehend goutierbar wurde.

Kurz nachdem das Projekt Ende Mai abgeschlossen schien und wir im letzten Augenblick das Pressen der Discs noch stoppten, da sich die Möglichkeit einer Blu-ray-Veröffentlichung ergab, kam es allerdings zu einem weiteren sensationellen Fund. Es tauchten völlig unerwartet noch 8 Rollen 35mm Material auf, die mit dem Originaltitel "Jeunesse Perdue" beschriftet waren, von denen jedoch niemand genau wusste, was sich darin verbergen würde.

Das Budget war zu diesem Zeitpunkt zwar bereits mehr als überzogen - wir entschieden uns dennoch, dieses Material nicht einfach zu ignorieren, sondern auch hiervon eine Digitalisierung vornehmen zu lassen. Begeistert durften wir feststellen, dass wir den weltweit als verschollen gegoltenen Originalton in Händen hielten.

Wie nicht anders zu erwarten, war die Rekonstruktion der Originalschnittfassung damit jedoch dahin. So konnten zwar dank der Dialogliste tatsächlich sämtliche Gespräche in die richtige Reihenfolge gebracht werden, Einstellungen ohne Dialog konnten jedoch nur näherungsweise platziert werden. Daher ging es wieder ab an den Schneideplatz, die rekonstruierte Originalfassung noch einmal zu überarbeiten und an den Ton anzupassen.

Da dieser Vorgang jedoch eine mehr als ordentliche Portion vorher nicht eingeplanter Arbeit bedeutete, mussten wir zu unserem größten Bedauern den Veröffentlichungstermin weiter auf Eis liegen lassen.

Umso freudiger können wir aber nun endlich bekannt geben, dass die kommende Veröffentlichung letztlich mit zwei Filmfassungen aufwarten wird.

Für einige Minuten der originalen Fassung fehlt es zwar an Bildmaterial, einige Bilder des eingefügten Materials sind sehr stark beschädigt und an einer Stelle musste ein kleiner künstlerischer Eingriff vorgenommen werden. Letztlich liegt im Ergebnis aber zumindest näherungsweise die um mehr als 20 Minuten abweichende internationale Originalfassung von "Jeunesse Perdue" vor. Damit besteht zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren die Möglichkeit den Film im Original genießen zu können!

#3 Im Zuge der Restauration der Originalfassung wurden letztlich auch vollständig neue deutsche Untertitel angefertigt und ein weiterer Audiokommentar eingesprochen.

#4 Der einzige Wunsch, den wir an dieser Stelle noch hatten, war den Vorfilm ausfindig zu machen, der original im Vorprogramm von "Der Perser und die Schwedin" lief. Wir wussten bereits seit längerem, dass zur Kinoauswertung in Deutschland ein Kurzfilm namens "Ist das Entwicklung..." als Kulturfilm im Vorprogramm von "Der Perser und die Schwedin" lief.
Eine Veröffentlichung schien jedoch an der Auffindbarkeit von Material zu scheitern. Wir suchten über verschiedenste Wege. Die einzige Spur führte allerdings zu einer deutschen Kinokopie, die vor ca. einem Jahr vernichtet wurde, als wir dank eines Tipps doch noch eine Kopie in einem deutschen Archiv ausfindig machen konnten. Wir freuen uns daher sehr, als Sahnehäubchen des authentischen Kinofeelings die Option anbieten zu dürfen, die deutsche Fassung von "Der Perser und die Schwedin" optional mit Vorfilm genießen zu können.

#5 Wie versprochen haben wir uns natürlich auch bemüht, so viel zusätzliches Material wie möglich im Rahmen der Veröffentlichung zugänglich zu machen. Eine vollständige Übersicht der Ausstattung findet sich in der Ankündigung der Veröffentlichung.

Einziger Wermutstropfen der abenteuerlichen Reise zur anstehenden Veröffentlichung - da viele Entdeckungen erst kurzfristig aufgetaucht sind, wir jedoch natürlich stets auf den geplanten Ausliefertermin hin bereits produziert haben, findet sich auf der äußerlichen Aufmachung der Veröffentlichung lediglich ein Hinweis auf eine DVD ohne nähere Ausstattungshinweise und einige der Bonusmaterialien sind möglicherweise bereits in kleinen Teilen überholt, da sie ohne Kenntnis späterer Entwicklungen entstanden sind.
Da die Kehrseite jedoch ein pralles Gesamtpaket an Extras ist, hoffen wir alle Käufer damit ausreichend zu entschädigen. ;-)

Womit wir bei der abschließenden Frage angelangt sind - ab wann könnt ihr euch auf machen, den Perser und die Schwedin mit all ihren Facetten zu entdecken.

Geplante Auslieferung ist zum 29.8.2016!

Wer noch nicht zum glücklichen Kreise derer zählt, die für ihre Unterstützung der Crowdfundingkampagne ein Exemplar erhalten, hat ab sofort die Möglichkeit die Veröffentlichung regulär vorzubestellen.

Alle Infos zur Ausstattung findet ihr hier.





[2016-05-31] Christoph Draxtra dankt den Rettern




[2016-04-18] Verschiebung VÖ-Termin/neues Zusatzmaterial


Bad News first…

Leider muss der Veröffentlichungstermin ein wenig nach hinten verschoben werden. Wir hoffen/rechnen damit, dass „Der Perser und die Schwedin“ Ende Mai versandfertig ist.

Damit aber auch gleich zum Positiven…

Denn der Grund der Verschiebung ist ein sehr angenehmer! Nachdem zu Projektbeginn bereits klar war, dass sowohl im Ausland, als auch in den Beständen des ehemaligen deutschen Verleihers kein Originalmaterial (Negative, Zwischenpositiv etc.) des eigentlichen Films bzw. Tons mehr vorliegt, fanden sich zwischenzeitlich in den Beständen des ehemaligen deutschen Verleihers jedoch unerwartet noch drei Kisten mit allerlei anderen Materialien.

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Da wir die anstehende Veröffentlichung natürlich so reichhaltig wie möglich präsentieren möchten, haben wir sämtliche erhaltene Materialien gesichtet und sofern noch möglich digitalisiert. Da die letzten 50 Jahre allerdings an dem Material natürlich nicht spurlos vorbeigegangen sind, mussten große Teile erst aufwändig gesäubert werden, ehe mehr als 30 Einzelteile abgetastet werden konnten.

Das hat unseren Zeitplan natürlich ein wenig durcheinander gewirbelt. Wie wir finden, hat es sich jedoch gelohnt.

So können wir euch nun zusätzlich den englischen Originaltrailer präsentieren, der einen sehr spannenden Einblick gewährt, wie wohl die Originalfassung des Films gewirkt haben dürfte. Daneben haben wir nun eine vollständige Abtastung des deutschen Lichttons, die damals für eine FSK-Freigabe geschnittenen Szenen und bislang unveröffentlichtes Zusatzmaterial.

Das phantastische allerdings zum Schluss. Wie damals nicht unüblich, wurde seinerzeit vom deutschen Verleih zusätzliches Material gedreht und in den Film geschnitten um das Werk ein wenig „anzureichern“. Da wir dank der erhaltenen Materialien und einiger Aufzeichnungen inzwischen klar wussten, welche Szenen dies betrifft stand bereits die Überlegung im Raum, den Originalschnitt wieder herzustellen und als Bonusfassung anzubieten. Leider wussten wir allerdings nicht, ob der Film nur verlängert oder auch in seiner Handlung „gestrafft“ wurde.
Dank des neu entdeckten Materials hat sich allerdings genau diese Frage nun beantwortet. Wir haben vier Dosen mit „Klammerteilen“ entdeckt, welche klar erkennbar aus der Originalfassung entfernt wurden, ehe die Nachdrehszenen eingebaut wurden. Insgesamt wurden so ca. 22 Minuten Material entfernt und durch neue Szenen ersetzt, was den Film selbstverständlich nicht unerheblich verändert.

Unser Ziel ist daher nun, die originale Fassung des Films wiederherzustellen und euch zugänglich zu machen.

Da der Originalton bekanntlich leider verschollen ist und die entfernten Szenen seinerzeit natürlich nicht erst synchronisiert wurden, können wir die Originalfassung zwar leider nur als Stummfassung wiederherstellen. Da wir dies jedoch aus filmhistorischen Gründen dennoch für sehr erstrebenswert halten, arbeiten wir gerade mit Hochdruck an der Rekonstruktion.

Da dieser enorme Zusatzaufwand während der Crowdfundingkampagne allerdings noch nicht erahnt werden konnte, hoffen wir daher sehr auf euer Verständnis für die Verzögerung!

Ihr werdet für eure Geduld definitiv mit einer für diese obskure Perle ungeahnt üppigen Veröffentlichung entschädigt!






[2016-03-21] Update: VÖ kommt mit zwei Audiokommentaren


Wir freuen uns sehr, dass wir für die Veröffentlichung von „Der Perser und die Schwedin“ gleich mit zwei hochkarätigen Audiokommentaren aufwarten können. Acht geschätzte Filmexperten geben sich die Ehre – für sechs handelt es sich um ihre Premiere als Audiokommentatoren.

Audiokommentar 1 sprechen: Christoph Draxtra, Sano Cestnik, Marian Meidel, Silvia Szymanski und Sven Safarow

Audiokommentar 2 sprechen: Udo Rotenberg, Bennet Togler und Jochen Werner






[2016-03-09] Update: Es geht voran


Die finalen Abtastungen sind fertig. Inzwischen wurden beide 35mm Kopien vollständig in 2K abgetastet. Natürlich wollen wir euch einen Blick auf das Rohmaterial nicht vorenthalten:





Die Restaurationsarbeiten laufen auf Hochtouren, wobei sich ein phantastisches Ergebnis abzeichnet. Um euch einen ersten Eindruck zu geben, hier einige vorkorrigierte Screenshots. (Entsprechen noch nicht 100%ig dem finalen Ergebnis – kommen ihm aber schon sehr nahe)





An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an unsere Partner von LSP Medien für ihren grandiosen Einsatz!






RIEN NE VA PLUS


Der 31.1. neigt sich dem Ende und damit ist es an der Zeit den Ausgang der Crowdfundingaktion zur Rettung der Schwedin bzw. von „Der Perser und die Schwedin“ bekannt zu geben.

Leider konnte, wie sich bereits abgezeichnet hat, über die Crowdfundingseite www.rettet-die-schwedin.de nur ein Teil der benötigten Summe aufgetrieben werden. Da das Mindestziel (von 8.750,- €) bereits sehr knapp kalkuliert war, wird allerdings auch die Differenz dringend für eine angemessene Rettung benötigt.
Es hat uns jedoch zutiefst beeindruckt, wie stark sich der Kreis der Unterstützer dem Projekt verbunden fühlt. So haben wir anfangs mit 350 nötigen Unterstützern gerechnet (350 x 25,- € = 8750,- €). Schnell hat sich allerdings gezeigt, dass sehr viele die Aktion nicht einfach durch einen Beitrag in Höhe eines normalen Veröffentlichungspreises unterstützen. So haben letztlich „nur“ 139 Unterstützer über 60% der benötigten Summe aufgebracht. Absolut phantastisch!!!

Darüber hinaus erhielten wir unglaublich viel ideelle Unterstützung. So wurde die Aktion von so vielen Leuten geteilt, es wurden Texte geschrieben, Videobotschaften aufgezeichnet und sogar bereits Audiokommentare eingesprochen – alles ohne zu wissen, ob die Veröffentlichung überhaupt zu Stande kommen wird. Aus größtem Respekt vor diesem Einsatz möchten wir das Projekt daher unbedingt umsetzen!

Wie wir bereits während der Aktion immer wieder geschrieben haben, suchen wir daher bereits seit Wochen nach zusätzlichen Wegen um das Ziel zu erreichen. Während die Kooperationsgespräche mit anderen Labels bislang keinen Erfolg brachten, hat sich allerdings eine kleine Gruppe von Filmfreunden gefunden, der auch sehr viel am Erhalt von „Der Perser und die Schwedin“ liegt und die uns daher ihre Unterstützung angeboten hat. So sind wir sehr glücklich bekannt geben zu dürfen, dass sich diese tolle Truppe bereit erklärt hat, sich an dem Projekt mit 3.000,- € zu beteiligen.

Am damit fehlenden Betrag von 400,- € lassen wir das Projekt dann natürlich nicht scheitern. Der fehlende Rest wird von Forgotten Film Entertainment übernommen. So war der Weg zwar steinig und der Ausgang letztlich extrem knapp – umso mehr freuen wir uns daher aber nun bekannt geben zu dürfen, dass das Ziel damit erreicht wurde und das Projekt somit umgesetzt wird!


Vielen, vielen, lieben Dank im Namen der Schwedin an alle Unterstützer!

dankesgrafik

Zum weiteren Ablauf:


Die Crowdfundingaktion als solches wird damit erfolgreich geschlossen. Die Arbeiten am Projekt beginnen umgehend. Da wir allerdings von vielen Seiten darauf angesprochen wurden, die Aktion doch zu verlängern, haben wir uns entschieden, dass die Aktion als solches zwar nicht verlängert wird, jedoch bieten wir noch bis zum 14.2. die Möglichkeit, die Veröffentlichung unter www.rettet-die-schwedin.de zum Subskriptionspreis von 25,- € zu bestellen (die übrigen Pledges stehen hingegen nicht zur Verfügung, da die Erstellung der Credits bereits angestoßen wird).

Über den Fortschritt des Projekts informieren wir weiterhin unter www.rettet-die-schwedin.de







Stimme #13 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #12 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #11 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #10 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Update: Neue Belohnung - 35mm Privatscreening

Exklusiv zum Endspurt der Kampagne haben wir noch eine kleine Überraschung.

Für 300,- bietet sich die Möglichkeit, einen Film aus dem Fundus des KommKino Nürnberg für eine Privatvorstellung auszuwählen. Der Unterstützer erhält die Möglichkeit diesen mit bis zu 70 Freunden in Nürnbergs OffKino No. 1 zu genießen. Eine DVD von "Der Perser und die Schwedin" gibt's natürlich auch.

(Hinweis: Anreise und Unterbringung sind nicht Teil des Angebots, sondern müssen vom Unterstützer selbst getragen werden.)



Stimme #9 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #8 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Buio Omega warnt vor „Der Perser und die Schwedin“

Stimme #7 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #6 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #5 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #4 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimmen #2 und #3 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Stimme #1 zu „Der Perser und die Schwedin“ im Rahmen des 15. Hofbauerkongress

Es ist Nacht in Nürnberg.

Vom Hauptbahnhof strahlt golden-orange spielendes Licht ins dunkle Firmament, auf den Straßen herrscht wenig Verkehr. Eine fast schon trügerische Ruhe breitet sich über der beschaulichen mittelfränkischen Stadt aus - als tosend schallendes Aufjauchzen die Stille der Nacht durchreißt: Im Projektor des KommKinos brennt noch Licht, eine wellige, vom Essigsyndrom befallene Filmkopie aus alter Väter Zeit surrt durch den Apparat, das Malteserkreuzgetriebe verrichtet stoisch seine Arbeit als wäre es von der Digitalisierung des Spielbetriebs nie für obsolet erklärt worden.

Im alten, walfischbauch-artigen Kinosaal haben sich Cine-Vagabunden aus der ganzen Republik eingefunden, eine eingeschworene Gemeinschaft, Abenteurer auf Entdeckungsreise, auf der Suche nach jenem Essig-Gold, das ihnen der reguläre Betrieb vorenthält: Wie Heroinjunkies auf Cold Turkey gieren sie nach jenen rohen Preziosen, die die offizielle Filmgeschichtsschreibung für inexistent erklärt hat, für die man graben, buddeln, sich verrenken, durch die ganze triste BRD reisen muss. Film als tirilierender Wahnsinn, als gescheiterter Griff nach den Sternen mit einer ganz eigenen Form von Außenseiter-Poesie. Und heute Nacht werden diese Cine-Ekstatiker fündig: “Der Perser und die Schwedin”, eine nokturnale Fantasie aus dem Bald-Swinging-London der frühen 60er Jahre, tritt nach Jahrzehnten des gründlichen Vergessen-Seins aus dunklen Archiven und maroden Kartons wieder ins Licht der Existenz. Das Publikum feiert mit ausgelassener Stimmung, wischt sich die Tränen des Glücks aus dem Augenwinkel, befeuert wechselseitig den Enthusiasmus im Saal. Fürwahr, man ist auf Öl gestoßen. Lassen wir es sprudeln.

Diese Nürnberger Nacht bildet die Keimzelle der beeindruckenden Renaissance dieses kleinen, unbeschlagenen Films. Wer dabei war, erinnert sich mit glänzenden Augen daran. Klandestin einem Online-Videoanbieter zugespielte, heimlich erstellte Aufnahmen aus dem Kinosaal legen Zeugnis von der im Saal herrschenden, schieren Überwältigung ab. Es folgten Vorführungen in Berlin, München, Köln und Frankfurt unter ähnlich klandestinen Bedingungen wie in Nürnberg in einer Cine-Öffentlichkeit unter dem allgemeinen Radar. Und wie man hört, stieß der Film auch dort auf ähnliche Begeisterung wie in dieser einen Offenbarungsnacht. Und jetzt auch noch das: “Der Perser und die Schwedin” erscheint auf DVD.

Diese Wiederentdeckung, dieser zweite Sommer dieses Film stellt eine glückliche Fügung von geradezu atemberaubender Unwahrscheinlichkeit dar. Denn Filmgeschichte ist, verstanden als eine Geschichte in Abhängigkeit seines Trägermaterials, eine äußerst fragile Angelegenheit. Zur Frage nach der Überlieferung des Trägermediums gesellen sich Interventionen des guten Geschmacks, des Zeitgeists, der homogenisierenden Groß-Narrative der offiziellen Historiografie. “Der Perser und die Schwedin” entstand 1961, kurz vor jenem historischen Moment, als das Kino als prominentester Ort urbaner Massenunterhaltung zwischen Öffentlichkeit und zwielichtigem Vergnügen sich zusehends vom Fernsehen unter Beschuss genommen sieht. Die folgenden Jahre sahen ein atemberaubendes Abwandern des Publikums - auch heute, im Zeitalter von Downloads und Filesharing, macht man sich keinen Begriff von den Ausmaßen und der Vehemenz, mit der diese Krise den damaligen Betrieb traf. Weshalb der Ruf nach staatlicher Filmförderung laut wurde - und dies vor allem seitens der Altbranche. Doch 1961 herrscht noch Goldgräberstimmung, Filme in schier endloser Zahl und aller Genres fluten die Säle. Das meiste davon hinterlässt kaum Spuren - von lustlosen Notizen fauler Edelfedern im Namen des gutbürgerlichen Geschmacks mal abgesehen, die man sich heute mühevoll in den Archiven zusammenklauben muss. An Archivierung denkt erst recht keiner. Selbst was sich heute in den wertvollen Sammelbeständen engagierter Kinoenthusiasten wie dem KommKino in Nürnberg, dem Filmclub Buio Omega in Gelsenkirchen oder dem Werkstattkino in München findet, muss als letzter verbliebener Rumpf dessen, was damals tatsächlich in den Kinos zu sehen war, angesehen werden. Filmgeschichte umfasst mehr als die Summe der geschmackvollen Top10-Bestenlisten aller Kinojahrgänge. Bis zu jener schicksalshaften Nacht in Nürnberg war “Der Perser und die Schwedin” nicht mal der Internet Movie Database bekannt - und damit nach gängiger Ansicht zahlreicher Filmfans im Gottvertrauen auf diese Datenbank gewissermaßen nie existent gewesen.

Was oft bleibt, sind vom Verfall akut bedrohte, letzte Filmkopien. Zwei im Fall vom “Perser und der Schwedin”, eine davon mit Essigsyndrom und daher nurmehr absehbar oft spielbar. Umso wichtiger erscheint die Rolle von Kinoinitiativen, die sich nicht darauf verlassen, den etablierten Kanon der Filmgeschichte für ein kulinarisch interessiertes Publikum rauf und runter zu spielen: Filmgeschichte muss immer wieder neu evaluiert, neu geprüft und neu durchforstet werden - wenigstens anhand dessen, was heute noch überliefert ist. Die großen künstlerischen Orientierungspunkte der Filmgeschichte werden dadurch vielleicht nicht umgeworfen - doch Film- als Kinogeschichte erscheint dadurch in einem komplexeren, schlussendlich reicheren Bild.

- Thomas Groh



Rettet die Schwedin







"DER PERSER UND DIE SCHWEDIN ist mehr als nur ein Film: Er ist ein Mysterium ersten Ranges. Ein rätselhaftes, absolut einzigartiges, heute nahezu unerklärliches Werk voller Wunder und verschrobener Schönheit. Ein kultisches Artefakt einer längst vergangenen Epoche, das für immer in Vergessenheit zu geraten droht. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN muss erhalten bleiben, um die Menschen auch weiterhin zu berühren und zu verzaubern. Und ihr könnt daran teilhaben.


DER PERSER UND DIE SCHWEDIN hat die Kraft, seinen Zuschauer umgehend zu Filmfans zu machen, so er denn noch keiner ist. Aber selbst einem mit allen Wassern gewaschenen Cineasten, der meint, alles schon gesehen zu haben, wird die entwaffnende Unschuld dieses Films ein zweites Mal die Augen öffnen. Wer angesichts der heute in sterilen Multiplexen dargebotenen Einfalt und der eigenen Abgebrühtheit der Erregung und Begeisterung seines ersten Kinobesuchs hinterhertrauert, findet hier sein Shangri-La.


DER PERSER UND DIE SCHWEDIN: Hinter dem etwas schmucklosen deutschen Titel verbergen sich lustvolle Assoziationen, erotische Versprechungen, ungezügelte Exotik, rauschhafte Entgleisungen und pralle, pochende Lust. Es ist der erste und wohl auch einzige Film des vollkommen unbekannten Iraners Akramzadeh, der es sich im Stile eines großen Künstlers auf heiliger Mission nicht nehmen ließ, auch das Drehbuch zu schreiben und die Hauptrolle zu spielen. Wir wissen heute nicht mehr, was er sich von diesem Werk versprach oder was er danach machte: Aber man spürt sofort, dass in dieses verträumte Herzensprojekt jeder Tropfen verfügbaren Bluts und Kleingelds hineingegossen wurde. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN kann mit Fug und Recht als Magnum opus, als Lebens- und Meisterwerk bezeichnet werden. Akramzadeh schuf ein möglicherweise autobiografisch angehauchtes Sitten- und Liebesmelodram, einen im brodelnden London der frühen Sechzigerjahre angesiedelten Nachtschwärmerfilm, der das ganze emotionale Spektrum eines Lebens im Überschwang der wallenden Hormone einfängt. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN bringt heimische Bildschirme zum tanzen."



- Oliver Nöding -




FAQ



Wie viele Unterstützer sind nötig?

Sobald mindestens 350 Unterstützer die Veröffentlichung gegen Vorkasse bestellen, ist es uns möglich, eine DVD des Films zu realisieren. Mit 100 weiteren Unterstützern ließe sich zudem eine Blu-ray umsetzen. Eine DVD würden wir in letzterem Fall aber natürlich dennoch parallel veröffentlichen.

Heißt das, ihr schickt mir den Film dann einfach nach Hause, wenn ich spende und die Aktion ein Erfolg wird?

Ja!

Wann würde ich den Film bekommen?

Geplant ist April 2016.

Bis wann erfahre ich, ob genügend Unterstützer zusammen gekommen sind?

Die Aktion läuft bis 31.01.2016. Sind bis dahin genügend Unterstützer zusammen gekommen, beginnen wir mit den Arbeiten, andernfalls bekommt ihr umgehend eure Zahlung erstattet.

Warum muss ich meine Spende schon jetzt überweisen?

Da wir bereits seit einem Jahr an dem Projekt arbeiten und auch einen Vertrag mit dem schwedischen Lizenzgeber einzuhalten haben, möchten wir nach Ablauf der Kampagne im Januar so schnell wie möglich die Arbeit wiederaufnehmen. Wird das Ziel der Kampagne nicht erreicht, erhalten alle Unterstützer selbstverständlich ihre Spenden zurück.

Warum strebt ihr nicht gleich eine Blu-ray an?

DER PERSER UND DIE SCHWEDIN ist ein Film, der bis vor zwei Jahren noch in völliger Vergessenheit in einer alten Garage vor sich hinschlummerte und den letztlich - bis auf eine Handvoll Menschen, die ihn im Lauf der letzten zwei Jahren dank des Einsatzes der Wiederentdecker in einigen, wenigen Kinovorführungen sehen konnten - niemand kennt.
Bereits eine DVD-Veröffentlichung ist wirtschaftlich sehr riskant, weshalb auch der Weg über diese Aktionen gegangen werden muss. Selbstverständlich würden wir dem Film liebend gern mit einer BD-Veröffentlichung ein Denkmal setzen. Da dies allerdings mit erheblichen Mehrkosten verbunden ist, wollen wir uns bei zu geringem Interesse an einer BD-Veröffentlichung zumindest einer Rettung auf DVD nicht verschließen.

Wie veröffentlicht ihr den Film, wenn 450 Unterstützer zusammenkommen?

Für diesen Fall ist eine DVD/BD-Combo geplant. Alle Unterstützer würden also für ihre Spende sowohl die DVD, als auch die Blu-ray erhalten.

Auf welches Material greift ihr zurück?

Für eine HD-Abtastung, die wir in jedem Fall anstreben, würden wir auf zwei deutsch synchronisierte Kino-Positivkopien zurückgreifen, die interessanterweise beide unterschiedliche Schnittfassungen des Films zeigen: Wie auch für einige andere Filme aus seinem Programm hatte der Mercator-Filmverleih hier eine zweite Fassung erstellt, die mit selbstgedrehtem Strip- und Strap-Material „angereichert“ wurde. Beide Kopien sind vom sogenannten „Essig-Syndrom“ befallen (siehe hierzu Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Essigs%C3%A4ure-Syndrom). Die Kopien zeigen zwar die Spuren ihres Kinoeinsatzes (Kratzer, Verschmutzungen, gelegentliche Bild- und Tonsprünge), befinden sich allerdings dennoch in optisch vergleichsweise gutem Zustand. Wir werden unser Möglichstes tun, um das Material von den gröbsten Beschädigungen und Verunreinigungen zu befreien und mit unseren Partnern von LSP Medien in authentischer Form aufzubereiten.

Warum wird nicht das Originalnegativ verwendet?

Unseren Recherchen zufolge, die bis hin zum Svensk Filminstitutet und dem schwedischen Lizenzgeber reichen, existiert von dem Film in Schweden selbst keinerlei Material mehr. Tatsächlich deuten die Unterlagen des Schwedischen Filminstituts darauf hin, dass der Film in Schweden selbst nie aufgeführt wurde. Auch der ehemalige deutsche Vertrieb des Films, der Mercator-Filmverleih, verfügt über kein Negativmaterial mehr. Die Originalfassung des Films – und das schließt leider die originale englische oder schwedische Sprachfassung mit ein – muss derzeit als verschollen gelten. Da das Essigsyndrom den verbliebenen Filmkopien bereits stark zusetzt und die Zeit eilt, möchten wir nicht riskieren, dass auch die deutsche Fassung verloren geht – und mit ihr vielleicht das Letzte, was von diesem Film noch geblieben ist. Auch fehlt uns leider jede Spur von Akramzadeh und den übrigen Beteiligten, sodass wir nicht darauf hoffen können, in Zukunft vielleicht noch fündig zu werden.

Wer seid ihr, und wer macht was?

Das Projekt wird primär on Forgotten Film Entertainment getragen. Unser Ziel ist es, vergessene und in ihrer Existenz bedrohte Filme und Synchronfassungen für die Nachwelt zu erhalten. Wer sich für mexikanisches Genrekino und Western interessiert, ist herzlich eingeladen, einen Blick auf unsere erste DVD/Blu-ray-Veröffentlichung von DAS GEHEIMNIS DER 14 GEISTERREITER, zu werfen. Für das Projekt DER PERSER UND DIE SCHWEDIN bringen zudem viele dem Charme des Films verfallene Cineasten aus reinem Idealismus viel Zeit in das Projekt ein. Unser besonderer Dank für die Vorarbeiten zu DER PERSER UND DIE SCHWEDIN gilt Sadi Kantürk (Projektinitialisierung), Christoph Draxtra (Projektinspiration, Materialbetreuung, Texte), Andreas Beilharz (Kopienakquise), Oliver Nöding und Thomas Groh (beide Texte). Die technische Betreuung des Projekts übernimmt LSP Medien.

Gibt’s noch weitere Infos zum Film?

Auch nach zwei Jahren Recherche muss die Antwort leider lauten: Nein. Im Anschluss an diverse Kinovorführungen des Films wurde seit 2013 aber mehrfach und teils sehr enthusiastisch darüber geschrieben. Was, das könnt ihr hier selbst nachlesen:

critic.de (Michael Kienzl)

Dirty Laundry (Lukas Foerster)

Hard Sensations (Silvia Szymanski)

NEGATIV (Ciprian David)

Remember it for later (Oliver Nöding)

Stubenhockerei (Anna Malina Himbär)

Trashfilme.jimdo.com (K. Müller)

Belohnungen


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